Rubey Votava

Manuel Rubey & Gerald Votava

Do., 24.10., 20:30 h

Großer Saal

„ich dachte, es sind menschen, es sind aber leider wiener“
(Helmut Qualtinger)

Rubey und Votava sind als Kinder der 70iger- und 80iger-Jahre auf die Welt gekommen. Die Welt war Wien. Die beiden gehören den letzten (noch rein analog ein-geborenen und -geschulten) Generationen an, die in einer medial-sprachlich weit bedeutungsschwächeren
Umwelt aufgewachsen sind, als die Kinder von heute (Digitale Revolution). Die Fernsehssprache der Berlinsynchron AG von Wenzel Lüdecke war schon präsent, wurde aber eher als künstliche Sprache verstanden. Und als solche auch bei Kinder-Rollen-Spielen („Cowboy & Indianer, Vater-Mutter-Kind, etc.) verwendet. Ansonsten redete man ganz normal irgendwo dazwischen. Bis irgendwer die pädagogische Richtlinie „Schön sprechen!“ ausgerufen hat.
„Am Lustigsten finde ich immer die Leute, die untereinander Dialekt reden. Und dann wenden sie sich in einem gequälten Hochdeutsch
ihrem Kind zu“ (Christine Nöstlinger im ‚Falter’ Oktober 2018)

Die Kinder aus dieser Zeit sind also eigentlich zweisprachig aufgewachsen. So auch die beiden Herren Rubey & Votava. Die erste Sprache war der Dialekt.

So eine Art.
i hob da in mia
so ar oat dialekt
den howi ned von da muata griagd
howin grad east entdeckt
(Ernst Jandl „stanzen“ 1992)

Heute ist Wiener Dialekt auch höchste Kunstform. Poetisch. Musikalisch…Eeschowissn. Es erwartet Sie also dialektischer Genuß in Wort und Musik. Felleichd ned unbedingd a Dschäs mid Lürig, owa es wiad schee. weads seng! Busse! ☺
Texte Artmann. Nöstlinger. Jandl. Qualtinger. …
Musik Qualtinger. Molden. Jazz-Gitti. Scheiner. ….

Event List

  • 06:00 PM Kirchenpl. 1, 2120 Wolkersdorf im Weinviertel, Österreich